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KZ Engerhafe – Das Grauen direkt nebenan

Besuch der Gedenkstätte KZ Engerhafe

DAS Bild zur Gedenkstätte KZ Engerhafe "Lager und Kirche" von Herbert Müller

DAS Bild zur Gedenkstätte KZ Engerhafe „Lager und Kirche“ von Herbert Müller

Durch Zufall hatten wir die Gelegenheit, im Steinhaus der Kirchengemeinde Engerhafe eine Ausstellung (im Werden) zum Konzentrationslager Neuengamme, Außenstelle Engerhafe zu besichtigen. Zurzeit ist diese nur Mittwochsnachmittags geöffnet. Wir hatten bei der Besichtigung des Gulfhofs Ihnen sowie der Kirche Johannes der Täufer das Schild an der Straße gesehen und neugierig geschaut. Als Maler und Mitglied des Vereins Gedenkstätte KZ Engerhafe e.V. Herbert Müller uns sah, lud er uns gleich ein, gemeinsam mit zwei Damen aus Aurich an einer Führung durchs Haus teilzunehmen. Er erklärte just anhand eines Modells des Barackenlagers im Erdgeschoss, dass das Lager Engerhafe bereits 1942 errichtet und im Rahmen der Operation Todt zeitweilig bis zu 400 niederländische Arbeitskräfte in ihm untergebracht worden waren. Im Oktober 1944 jedoch wurden dort unter unvorstellbaren Zuständen 2.000 (!) zumeist politische Häftlinge (die mit den roten Winkeln gekennzeichneten) unter katastrophalen hygienischen Bedingungen zusammengepfercht, die um Aurich herum einen Panzergraben, den sogenannten „Friesenwall“ erstellen sollten. Weiterlesen