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Endlich wieder Portugal

Portugal – Atlantik zwischen Caminha und Ancôra

Portugal ist für uns ein Ziel, das wir auch in einem zehntägigen Urlaub ansteuern würden und für das wir auch schon Italien verlassen und dorthin gefahren sind. Glücklicherweise hatten wir im Herbst knapp drei Wochen Zeit. Da ich mich, um dorthin zu kommen, nicht in den Flieger ab Bremen setze, sondern für mich „der Weg das Ziel“ ist, gehört auch die mehrtägige Anreise dazu. Für wen diese nicht interessant ist, kommt hier der Link zum Direkteinstieg in Portugal.

Erste Zwischenstation: Bouillon

Burg Bouillon

Am ersten Tag ging es bis nach Bouillon im Süd-Osten Belgiens, keine zwanzig Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Dort gibt es direkt am Ufer der Semois, ein schön mäandrierendes Flüsschen, mit Blick auf die große Festungsanlage einen nett angelegten Stellplatz, von dem aus man zu Fuß in einer guten Viertelstunde im hübschen Ort ist. Die Burg Bouillon stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert zur imposanten dreiteiligen Festungsanlage ausgebaut. Auffällig ist die doppelte Zugbrücke. Vor dem Burgtor tummelten sich trotz der Nachsaison noch einige Besucher verschiedener Nationen. Weiterlesen

Ostern im Languedoc-Roussillon

In diesem Jahr hatte sich relativ schnell herauskristallisiert, dass für den gut zweiwöchigen Urlaub mit dem Kastenwagen Ende März nur wenige Regionen in Frage kommen. Selbst das Wetter bestätigte uns bei den Überlegungen. So ging es für uns mal wieder Richtung Frankreich, Grobrichtung: Languedoc-Roussillon im Südwesten, gerne mit französischer Mittelmeerküste. Diesmal hatten wir uns schlau gemacht: In Spanien waren Ferien und in der Semana Santa, der heiligen Woche vor Ostern, haben sowieso alle frei und sind unterwegs. Die Franzosen sollten erst Anfang April mit ihren Ferien folgen – gute Voraussetzungen also.

Anreise

Wachtendonk

Historischer Ortskern Wachtendonk

Erste Zwischenstation war erneut Wachtendonk, weil es einfach günstig gelegen ist, wenn man sich arbeitsbedingt erst mittags auf den Weg machen kann und nicht irgendwo an der Autobahn übernachten möchte. Der Unterschied war, dass wir etwas früher dran waren und an einem schönen Abend Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang durch das eigentlich ganz nette Festungsstädtchen mit dem historischen Ortskern hatten. So konnten wir einen Blick auf die Burgruine mit Selfie-Point an der Niers werfen und den Enten zuschauen. Überrascht hat uns lediglich, dass wir die einzigen waren, die den Stellplatz genutzt haben.

Weiter ging es am Folgetag über Maastricht, diesmal um Liège herum bis zum Campingplatz Bannes. Die Alternative wäre Langres mit seiner wunderbar erhaltenen Altstadt hinter einer Stadtmauer gewesen, wo einer der beiden Stellplätze liegen soll. Da wir schon einige Male durch den Ort gefahren sind, haben wir uns das für eine andere Gelegenheit aufgehoben.

Moules-Frites im Wagen

Moules-Frites im Wagen

Der Camping Hautoreille in Bannes (Département Haute-Marne) war für diese Jahreszeit jedenfalls gut frequentiert und obwohl wir etwas zu spät waren, konnte ich uns noch eine Portion „Moules-frites“ (Muscheln mit Pommes: klingt blöd, schmeckt aber gut) zu acht Uhr reservieren. Vorher gab es noch ein leckeres gekühltes Bier zum Sonnenuntergang, bevor der junge sympathische Platzwart mit seinem typischen schwarzen Muscheltopf zu uns an den Wagen kam und neugierig guckte, was man denn so auf 5,41 m alles bequem unterbringen kann. Weiterlesen

Auf dem Landweg nach Griechenland und zurück

Im Frühjahr dieses Jahres waren wir zu zweit mit dem Kastenwagen gut zwei Wochen unterwegs. So viele Länder wie auf dieser Tour, haben wir bislang noch nicht besucht. Von Deutschland aus ging es über Österreich, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und Albanien nach Griechenland und auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Ionische Inseln, Griechenland

Ionische Inseln, Griechenland

Doch der Reihe nach: Schon im Herbst hatten wir ein bisschen gesponnen, dass man ja auch auf dem Landweg nach Griechenland fahren kann. Vor ein paar Jahren waren wir das erste Mal auf Lefkas (Ionische Inseln), haben aber von Italien mit dem Schiff übergesetzt. Das war zwar auch ein Erlebnis, vor allem die Hinfahrt von Venedig aus, aber angesichts der massiven Probleme, die für diese wunderschöne Stadt mit dem Schiffsverkehr solcher Riesen verbunden sind, konnte zumindest ich das nicht noch einmal mit meinem Gewissen vereinbaren. Bei unserer letzten Station in Griechenland auf einem Campingplatz in der Nähe von Igoumenitsa trafen wir vor ca. drei Jahren auf den Engländer Mark, der mit seinem total verstaubten Wohnmobil gerade aus Albanien kam: Er war total erschöpft und entsetzt, nachdem er die Nacht auf einem so genannten Camping-Platz umgeben von hohen Mauern und Stacheldraht in Albanien verbracht hatte. Hunde hinderten ihn daran, seinen Wagen zu verlassen. Vor lauter Angst hatte er die ganze Nacht über kein Auge zubekommen. Und die Fahrt über die Schlaglochpisten („no signs, no streets – nothing“) war für ihn die Hölle. „Never drive through Albania!„, war seine eindringliche Warnung, die von einem Blick in seine großen braunen Augen noch unterstrichen wurde.

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