Vom äußersten Nordwesten über Nordspanien nach Usedom

Endlich Urlaub: Ab nach Nordspanien

Strand auf Usedom bei Ückeritz

Strand auf Usedom bei Ückeritz

Vielleicht müssen wir es auf 51 durchgearbeitete Tage mit langen Abenden am Stück schieben, dass wir im August 2016 tatsächlich vom äußersten Nordwesten Deutschlands über Nordspanien nach Usedom gefahren sind. Gut ist es dann auf jeden Fall, wenn man nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ unterwegs ist und sich über jeden Flecken, den man bis dato noch nicht kannte, freut. Direkt nach den Gezeitenkonzerten haben wir jedenfalls den Kastenwagen gepackt, geguckt, ob sich die Großwetterlage vielleicht doch noch zu Gunsten des Baltikums geändert hat und sind dann mit dem Ziel Nordspanien losgefahren. Ich hatte mir aus der Bücherei im Winter einen Reiseführer Nordspanien ausgeliehen und faszinierende Bilder im Kopf abgespeichert. Da war die Rede von tollen, langen Sandstränden, hübschen Fischerdörfern, leckerem spanischen Essen und Löchern in Wassernähe, aus denen Fontänen emporschießen sowie tollen Radwegen und Wandermöglichkeiten u. a. in den Picos de Europa. Weiterlesen

Weihnachten wandern im Sauerland

Brilon am Rothaarsteig

Winterliches Wandern im Sauerland, hier: Blick auf Olsberg

Winterliches Wandern im Sauerland, hier: Blick auf Olsberg

Im letzten Jahr haben wir es an Weihnachten richtig gemacht. Nachdem der Sohn das Haus mit den Worten „Bis nächstes Jahr!“ verlassen hatte, haben Dirk und ich den Kastenwagen fertig gemacht, noch einmal im Internet nach den Wetterprognosen für die nächsten Tage geschaut und sind ins Sauerland gefahren. Wir wollten ein paar Tage raus, ein bisschen wandern oder uns am Wasser den Kopf durchpusten lassen. An der Ostsee war es zu kalt, in Nordholland regnete es, also musste ein anderes Ziel her. Ein Blick auf die Karte mit den Zielvorgaben „Wald“ und „nicht zu weit weg“ plus parallele Suche auf dem Handy nach halbwegs trockenem Wetter ergab das Ziel Brilon im Hochsauerlandkreis. Weder Dirk noch ich waren schon einmal dort, und vermutlich wären wir auch nicht dort gelandet, wenn nicht der ganzjährig geöffnete Campingplatz und die Aussicht auf ein paar nette Wandertouren gelockt hätten. Schließlich liegt Brilon zu Beginn des Rothaarsteigs, von dem selbst wir Flachlandtiroler schon gehört hatten. Weiterlesen

15 Jahre Ostfriesische Landschaft

Ein persönliches Resümee

Eine Weihnachtsfeier der Ostfriesischen Landschaft, damals noch als Angestellte der Kulturagentur

Eine Weihnachtsfeier der Ostfriesischen Landschaft, damals noch als Angestellte der Kulturagentur

15 Jahre Ostfriesische Landschaft. Wer hätte das gedacht? Ich wohl am allerwenigsten, als ich mich während meiner Elternzeit Anfang November 2000 dort in der Kulturagentur vorgestellt habe und offensichtlich auf Uda von der Nahmer, Dirk Lübben und Willem Kuppers einen guten Eindruck gemacht habe. Angefangen habe ich dann, nachdem ich die Unterbringung meines Sohnes dank Oma und Opa sichergestellt hatte, am 7. November 2000. Die ersten beiden Monate war ich über meinen damaligen Arbeitgeber, Zeitarbeit Astrid Janßen, dann direkt bei der Ostfriesischen Landschaft angestellt. Angedacht war eine kurze Aushilfstätigkeit. Einiges hat sich seitdem getan. Aus 19 Stunden wurden schnell 19,5, dann noch im Sommer 2001 25 Stunden, irgendwann 32, und seit etwa acht Jahren arbeite ich wieder Vollzeit. Nicht geändert hat sich hingegen die Tarifstufe, aber die teile ich ja mit vermutlich mehr als 50 % der Kolleginnen und Kollegen. Zwei der damaligen Leithammel der Kulturagentur sind schon nicht mehr da. Dirk Lübben leitet seit November 2008 das Landschaftsforum, und glücklicherweise konnte ich mit ihm gemeinsam „nach unten“ wechseln. Weiterlesen

KZ Engerhafe – Das Grauen direkt nebenan

Besuch der Gedenkstätte KZ Engerhafe

DAS Bild zur Gedenkstätte KZ Engerhafe "Lager und Kirche" von Herbert Müller

DAS Bild zur Gedenkstätte KZ Engerhafe „Lager und Kirche“ von Herbert Müller

Durch Zufall hatten wir die Gelegenheit, im Steinhaus der Kirchengemeinde Engerhafe eine Ausstellung (im Werden) zum Konzentrationslager Neuengamme, Außenstelle Engerhafe zu besichtigen. Zurzeit ist diese nur Mittwochsnachmittags geöffnet. Wir hatten bei der Besichtigung des Gulfhofs Ihnen sowie der Kirche Johannes der Täufer das Schild an der Straße gesehen und neugierig geschaut. Als Maler und Mitglied des Vereins Gedenkstätte KZ Engerhafe e.V. Herbert Müller uns sah, lud er uns gleich ein, gemeinsam mit zwei Damen aus Aurich an einer Führung durchs Haus teilzunehmen. Er erklärte just anhand eines Modells des Barackenlagers im Erdgeschoss, dass das Lager Engerhafe bereits 1942 errichtet und im Rahmen der Operation Todt zeitweilig bis zu 400 niederländische Arbeitskräfte in ihm untergebracht worden waren. Im Oktober 1944 jedoch wurden dort unter unvorstellbaren Zuständen 2.000 (!) zumeist politische Häftlinge (die mit den roten Winkeln gekennzeichneten) unter katastrophalen hygienischen Bedingungen zusammengepfercht, die um Aurich herum einen Panzergraben, den sogenannten „Friesenwall“ erstellen sollten. Weiterlesen

Frankreich-Rundtour Frühjahr 2015

Verspätete Abfahrt zu Beginn

Typische Bauweise in der Normandie

Typische Bauweise in der Normandie

Seit Anfang des Jahres dürfen bei Kastenwagen die Gasflaschen innen nicht mehr im Wagen befüllt werden, sondern benötigen einen extra eingebauten Außenanschluss. „Nützt ja nichts!“, sagt man bei uns so schön. Und es gibt da ja den Kastenwagenmann unseres Vertrauens, der diesen flugs einbauen kann. Womit wir nicht gerechnet hatten, waren Überbelastung und verdiente Urlaubstage des TÜV-Prüfers, der diesen Einbau abnehmen musste. So verkürzte sich unser Urlaub mal eben um eine Woche, die wir gerne genutzt hätten, um bis nach Portugal zu fahren, wo die Wetterprognosen uns Temperaturen um die 25°C und reichlich Sonne versprachen. Also wurde in der Wartezeit umdisponiert, ein Museum besucht und die Reiseführer für Frankreich hervorgekramt. Weiterlesen

Man müsste mal wieder ins Museum gehen!

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte | Oldenburger Schloss

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte | Oldenburger Schloss

An einem regnerischen Samstagmittag im April haben wir dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg einen Besuch abgestattet. Lange schon war dieser geplant; schließlich m u s s man als Oldenburger auch die Oldenburger Museen kennen. Gerne hätten wir ihn bereits gemeinsam mit unserer französischen Austauschschülerin Elia unternommen, die ein paar Tage zuvor abgereist war. Nachdem man ihr innerhalb von acht Tagen acht Ausstellungen in den Zeitplan gedrückt hatte, war sie aber schon ein wenig museumsgeschädigt, vor allem, weil bis auf die Ausnahme des Klimahauses in Bremerhaven für sie und ihre Gruppe alle „langweilig“ waren. Weiterlesen

Dötlingen ist immer einen Ausflug wert

Die Hunte bei Dötlingen

Die Hunte bei Dötlingen

Manchmal sollte man nicht überlegen, ob es sich lohnt, von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen irgendwo hinzufahren, sondern es einfach machen – vor allem, wenn die Wetterprognosen einen wunderschönen Freitagnachmittag versprechen und Regen für den Rest des Wochenendes, die Woche drauf und den kommenden Sonnabend und Sonntag. Also haben wir am letzten Aprilwochenende nicht lange gefackelt, ein paar Sachen fürs Frühstück in den Kühlschrank unseres Kastenwagens gepackt, Wasser aufgefüllt und sind nach Dötlingen gefahren. Oldenburg haben wir auf diese Weise nicht ganz verlassen, da Dötlingen noch zum Landkreis Oldenburg gehört. Die Gemeinde liegt in der Wildeshauser Geest und wird an der gesamten Westseite von der Hunte begrenzt, die hier sehr viel natürlicher ist als man sie in Oldenburg direkt kennt.

Der Fluss war Ziel eines längeren Spaziergangs an diesem schönen Frühlingstag. Nachdem wir den Wagen auf einem Parkplatz im Ort abgestellt hatten, liefen wir an der Schule und der Kirche vorbei in Richtung Hunte. Wir waren faul und folgten einfach dem ausgeschilderten Huntepadd, der uns zuerst oberhalb des Flusses auf einem sehr netten Weg mitten durch den Wald führte. Dort wären wir fast auf eine Blindschleiche getreten, die sich mitten auf dem Pfad sonnte.

Eine kleine Blindschleiche (Anguis fragilis) beim Sonnenbad

Eine kleine Blindschleiche (Anguis fragilis) beim Sonnenbad

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Wo liegt noch mal dieses #Neuland?

#Neuland

#Neuland

Die Handhabung verschiedener Sachen ist in so manchen Unternehmen einfach spannend. Einige weigern sich beispielsweise jahrelang konsequent, auf die neue Rechtschreibung umzustellen, die im kommenden Jahr bereits seit zwanzig Jahren gültig ist.
Andere sind stolz darauf, die DIN 5008, die Norm, die die Schreib- und Gestaltungregeln der Textverarbeitung bestimmt, anzuwenden; allerdings in der Fassung von 1996, die ich bereits in meiner Ausbildung gelernt habe. Und diese Anwendung verfolgt man lieber auch nicht konsequent. Allerdings: Wer, außer mir vielleicht, käme auf die Idee, das Datum „von hinten nach vorne“ also für heute 2015-03-05 zu schreiben? Wenn man dann vier Jahre nach den Änderungen der Norm von 2011 ein paar Anpassungen macht, ist man dann möglicherweise sogar noch stolz.
Dann gibt es ja noch dieses #Neuland … . Wie sagte doch jemand noch vor rund 15 Jahren: „Eine eigene Website braucht’s nicht!“ Man könnte sich natürlich fragen, wie sich die Auswärtigen über das Angebot eines Unternehmens informieren sollen, mal abgesehen von der möglichen Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Muss man aber nicht! Von sozialen Medien reden wir mal lieber gar nicht erst. So etwas sollte man am besten gleich abschalten. Das macht nur Ärger. Es sei denn, man hat gerade zufällig einen unterbeschäftigten Praktikanten. Der ist ja zumeist im Alter dieser Generation Y und sowieso ständig im Netz. Dass der möglicherweise so gar keine Rechtschreibung beherrscht, ist nebensächlich. Hauptsache, er kennt sich im #Neuland aus.

Und dann gibt es noch ein #Neuland: die Welt der Mac´s.
Manch einer kommt mit dem Umstieg von Windows auf Mac nicht zurecht,
weil er/sie immer noch auf Fehlermeldungen wartet, während der Mac bereits lautlos arbeitet.
Oder man sucht noch den Virenscanner, obwohl es für Mac weder Viren noch andere Schädlinge gibt. Und auch Word verhält sich viel geschmeidiger. Ganz zu schweigen von der super einfachen Anmeldung bei Mail oder etwa eines Druckers .

Eben #Neuland

Ein kurzer Schwedentrip

Übernachtung am Nord-Ostsee-Kanal

Übernachtung am Nord-Ostsee-Kanal

Im letzten Jahr lagen die Sommerferien erst- und letztmalig so günstig für uns, dass wir uns zu dritt auf den Weg in einen richtigen Sommerurlaub machen konnten. Unser Festival war schon zu Beginn der Ferien zu Ende, sodass wir in Ruhe die wichtigsten Dinge erledigen und uns auf den Weg in den Norden machen konnten. Sonst sind wir ja eher deutlich früher oder später im Jahr unterwegs, sodass Skandinavien den südlichen Ländern mit der möglichen Wärme einfach nicht den Rang ablaufen konnte, und dabei ist doch Schweden eigentlich meine zweite Heimat. Ich liebe die Natur und Sprache, kenne viele nette Menschen, war allerdings schon viele Jahre nicht mehr dort, sodass ich schon ein wenig Heimweh verspürt habe.
An einem Donnerstagabend im August fuhren wir los, mit dem Ziel, auf jeden Fall noch über die Elbe zu kommen. Unsere Idee war, evtl. auf dem Parkplatz hinter der Fähre von Wischhafen nach Glückstadt zu übernachten, aber dafür war es noch zu früh, bzw. wir waren noch zu fit. Vielleicht erschien uns die Begleitung auch nicht so angenehm, und manchmal ist es dann besser, weiterzufahren! Aufgrund mehrerer Baustellen fuhren wir ein wenig im Kreis und gaben dann in Hochdonn entnervt auf. Dort sollte es einen Stellplatz für Wohnmobile geben. Als wir ihn auf der anderen Seite des Nord-Ostsee-Kanals liegen sahen (nur weiße große Dickschiffe und voll), haben wir spontan direkt vor der Fähre umgedreht und uns ein etwas schöneres, abgelegenes Plätzchen gesucht und unser mitgenommenes Abendbrot bei einer Dose Bier (geht auch!) und dem Blick aufs Wasser und die Schiffe genossen. Weiterlesen

Auf dem Landweg nach Griechenland und zurück

Im Frühjahr dieses Jahres waren wir zu zweit mit dem Kastenwagen gut zwei Wochen unterwegs. So viele Länder wie auf dieser Tour, haben wir bislang noch nicht besucht. Von Deutschland aus ging es über Österreich, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina und Albanien nach Griechenland und auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Ionische Inseln, Griechenland

Ionische Inseln, Griechenland

Doch der Reihe nach: Schon im Herbst hatten wir ein bisschen gesponnen, dass man ja auch auf dem Landweg nach Griechenland fahren kann. Vor ein paar Jahren waren wir das erste Mal auf Lefkas (Ionische Inseln), haben aber von Italien mit dem Schiff übergesetzt. Das war zwar auch ein Erlebnis, vor allem die Hinfahrt von Venedig aus, aber angesichts der massiven Probleme, die für diese wunderschöne Stadt mit dem Schiffsverkehr solcher Riesen verbunden sind, konnte zumindest ich das nicht noch einmal mit meinem Gewissen vereinbaren. Bei unserer letzten Station in Griechenland auf einem Campingplatz in der Nähe von Igoumenitsa trafen wir vor ca. drei Jahren auf den Engländer Mark, der mit seinem total verstaubten Wohnmobil gerade aus Albanien kam: Er war total erschöpft und entsetzt, nachdem er die Nacht auf einem so genannten Camping-Platz umgeben von hohen Mauern und Stacheldraht in Albanien verbracht hatte. Hunde hinderten ihn daran, seinen Wagen zu verlassen. Vor lauter Angst hatte er die ganze Nacht über kein Auge zubekommen. Und die Fahrt über die Schlaglochpisten („no signs, no streets – nothing“) war für ihn die Hölle. „Never drive through Albania!„, war seine eindringliche Warnung, die von einem Blick in seine großen braunen Augen noch unterstrichen wurde.

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