Mal kurz Meer sehen

Ab an die Côte d’Azur

Meer sehen

Am Meer mit Blick auf Fréjus und St. Raphael

Als Küstenkind habe ich seltsamerweise zwar häufig Sehnsucht nach Meer, aber eigentlich nie nach der Nordsee. Für mich darf das Wasser gerne nicht matschig-grau, sondern blau in allen Nuancen sein. Darauf kann ich dann so lange schauen, bis sich der sogenannte „blöde Blick“ einstellt, was übersetzt gleichbedeutend mit „Urlaubsfeeling“ ist. Im Frühjahr war nur wenig Zeit, in der wir uns erneut im Languedoc – natürlich mit Zwischenstation am Meer – herumgetrieben haben, sodass sich ein eigener Blogpost dafür nicht lohnte.  Seitdem haben wir sehnsüchtig auf das kleine Zeitfenster (maximal zehn Tage) im Oktober gewartet. Direkt nach einem Leistungsnachweis für meine Weiterbildung und mit der laut tickenden Deadline für die dazugehörige Facharbeit ging es los in den sonnigen Süden mit Ziel Côte d’Azur, ab ans Meer.

unterwegs zum Meer

Saint-Martin-du-Mont am Fuße der Rhône-Alpes

Über die obligatorische Zwischenstation in Wachtendonk, wenn wir erst nachmittags loskommen, fuhren wir mit vielen pdf-Dateien auf dem vollgeladenen Rechner und entsprechender Fachliteratur im Gepäck über Metz – Nancy Richtung Fréjus. Diesen Ort am Meer hatten wir uns ausgeguckt, weil wir wissen, dass er relativ schnell erreichbar ist und man dort auch relativ spät im Jahr – die entsprechende Prognose vorausgesetzt – noch entspannt Sonne tanken, laufen oder zumindest Spazierengehen und Rad fahren kann. Interessanterweise landeten wir für die nächste Zwischenstation trotz der völlig anderen Route in Bannes, kurz vor Langres, auf dem Campingplatz Hautoureille, wo wir diesmal im platzeigenen Restaurant erst- und letztmalig während dieses Trips Muscheln gegessen haben. Bedient wurden wir von einer Dame mittleren Alters mit Rock und Schürze, die sichtbar Kaugummi kauend servierte. Der Laden war voll, was sehr ungewöhnlich ist. Unseren Beobachtungen zufolge verlassen die meisten Camper auf der Durchreise ihr Wohnmobil abends nicht mehr, sondern kochen, waschen ab und sehen fern.

Durch die Rhône-Alpes

Der Stellplatz in Chichilianne wurde am nächsten Abend relativ früh unser nächstes Zwischenziel. Auf unserem Erkundungsgang wurden wir durchgehend von einem sehr netten und aufmerksamen Hund begleitet. Das Restaurant im Ort, das man eigentlich laut Info-Tafel hätte besuchen sollen, war urlaubsbedingt geschlossen. Neben dem Stellplatz am Fuß des Mont Aiguille gab es allerdings ein Hotel mit angeschlossenem Restaurant in einem Schloss, wo wir nach einer etwas längeren Wartezeit im Salon im ehrwürdigen Saal ein annehmbares Menü zu uns nehmen durften. Wie schon am Vorabend wurden wir auch hier von zwei älteren Damen bewirtet und fühlten uns ein wenig wie in einem Film. Kurze Zeit später gesellten sich weitere Gäste aus dem Hotel zu uns, zwei deutsche Pärchen, ein französisches, ein schweizerisches, der Kleidung nach zu urteilen vermutlich Wandervögel. Während wir warteten, blätterte ich ein wenig die Infomaterialien durch. Nicht nur im Ammerland und im Oldenburger Land, nein, auch in den Rhône-Alpes sind die Wölfe zurück. Wölfisch kam uns auch der Preis für die Karaffe Rotwein mit 20 Euro für den halben Liter vor, wohingegen die Preise fürs Menü einigermaßen zivil waren. Auch wenn die Damen uns herzlich einluden, doch beim nächsten Mal auch Gäste im Hotel zu sein, müssen wir allein aus diesem Grund davon Abstand nehmen.

Der Tafelberg über Chichilianne

Mont Aiguille, Chichilianne

Gerade zu magisch war am nächsten Morgen der Blick bei Sonne und Temperaturen um den Gefrierpunkt auf dem Weg zur Bio-Bäckerei nebenan auf den alles überragenden „Tafelberg“, eben jenem Mont Aiguille. Spontan habe ich die beiden Baguettes am Wagen abgeliefert und noch eine Runde um das Dorf – diesmal ohne meinen freundlichen Begleiter – gedreht. Es ist komplett von Bergen umgeben, was mir als Flachland-Tiroler eigentlich nicht unbedingt liegt. Ich mag die Weite und das Gefühl, morgens schon sehen zu können, wer nachmittags zum Tee kommt. In Chichilianne hingegen hielten um kurz vor neun zwei Busse direkt hinter uns und dem niederländischen Nachbarn im Bulli, gefüllt mit wanderwilligen Senioren, von denen einige noch einmal hinter dem Pferdestall auf der anderen Seite zum „Telefonieren“ verschwanden, um sich dann zehn Minuten später geschlossen auf den Weg in die Berge zu machen.

Auf unserem weiteren Weg durch die französischen Alpen begegneten uns häufig die Sätze „Non aux éoliennes“ sowie „Non au loup“ – man ist also sowohl gegen Windkraft als auch gegen den bösen Wolf, was ich angesichts später Oktober-Lämmer auf den Weiden direkt daneben nachvollziehen kann. Innerhalb eines Jahres sind jetzt von 39 gestorbenen Wölfen in Frankreich 38 von Menschenhand getötet worden. Es gibt sowohl Initiativen, die sich für den Wolfsschutz einsetzen, als auch die, die versuchen, eine Abschusserlaubnis gesetzlich durchzusetzen. Allerdings sind auch bei uns im Nordwesten die Wölfe wieder los und viele sind mit dieser Tatsache nicht glücklich. Seit 2003 wurden in Niedersachsen vier Wölfe illegal getötet, zehn zwischen 2000 und 2014 in ganz Deutschland. Ganz so viele sind es bei uns also noch nicht.

Gorges du Verdon

Immer wieder ein Erlebnis ist die Fahrt entlang des Lac de Castellane und durch die Gorges du Verdon. Da kann man – gerade im Herbst, wenn die Blätter bunt in der Sonne leuchten und nur wenig Verkehr ist – Farben für den Winter sammeln und Eichhörnchen entspannt über die Straße springen sehen. Im Sommer ist hier bestimmt der Teufel los. In der Bildergalerie sind ein paar Fotos vom September 2013 eingearbeitet. Da war deutlich mehr los und die Kletterer eroberten sich die Schlucht.

An der Côte d’Azur

Argens mündet ins Meer

Der Argens direkt neben dem Campingplatz

In einem Blog waren wir beide auf den Tipp Agay östlich von St. Raphael gestoßen. Dort soll es einen wunderschönen Campingplatz geben, tolle Rad- und Wanderwege sowie Möglichkeiten, zu paddeln. Wir haben uns das oberflächlich aus dem Wagen angeschaut, einander angeguckt und beschlossen, auf die andere Seite zu fahren, wo wir schon mehrfach auf dem Campingplatz „Plage d’Argens“ ein paar entspannte Tage verbracht haben. Schon bei der Zufahrt zum noch geöffneten Platz merkten wir, dass sich hier etwas verändert hat. Seit Januar 2016 scheint es einen neuen Betreiber zu geben, der andere Prioritäten setzt. Viele der großzügig angelegten Parzellen sind jetzt von Chalets unterschiedlicher Größe besetzt. Der Platz für Camper ist dadurch deutlich eingeschränkt. Glücklicherweise mussten wir uns nicht zur Straße orientieren, denn dort ist es laut! Unser Wunschplatz mit Blick auf den Fluss Argens war noch frei, sodass wir beschlossen,uns das ein paar Tage anzugucken. Der neue Zaun schränkt bedauerlicherweise den Blick auf den Fluss stark ein. Die Ansage der Rezeption war, dass am kommenden Samstag um 11:00 Uhr die Pforte endgültig für dieses Jahr geschlossen werde. Neben uns machten sich die Franzosen, die vor drei Jahren auch schon neben uns standen, reisefertig. Die darauffolgenden brauchten noch zwei weitere Tage zum Einpacken. Und das war es auch schon fast an Gästen. Die Chalets schienen komplett verwaist zu sein. Auf unserer Seite begleitete uns noch weitere zwei Tage ein Niederländer und ganz hinten stand ein radfahrbegeisterter Franzose. Am Ausgang zum Strand hatten sich drei deutsche Fahrzeuge eingerichtet.

Diese bunten Vögel sahen wir nur von weitem auf der anderen Flussseite

Auch bekannt als „Le Pont d’Argens“ (vermutlich der Name bis zur Überflutung 2010) gibt es bei diesem Campingplatz zwei Nachteile: Man befindet sich in einer Hochrisikozone für sowohl Waldbrände als auch Hochwasser. Aber man hat ja Augen und Ohren und ist aufmerksam. Der absolute Vorteil ist der Blick auf den Fluss (mit Einsatzmöglichkeit für Boote) und der Zugang durch das Naturschutzgebiet zum Strand. Und der ist wirklich schön! Es gibt Bereiche für alles, was das Herz begehrt. Zurzeit hat der Fluss Argens seltsamerweise keinen Zugang zum Mittelmeer, was bedeutet, dass man bis nach Fréjus direkt am Strand entlanglaufen kann. Familien mit Kindern sind nahe St. Aygulf gut aufgehoben, da diese dort im von Buhnen geschützten Wasser planschen können. Und den Kite-Surfern zuzuschauen, hat auch etwas. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in der Saison auf dem Platz, Brot konnten wir in der Rezeption noch bestellen. Mit dem Fahrrad ist man über vernünftige Wege schnell in Fréjus und noch schneller bei den Einkaufszentren vor der Stadt. Laufstrecken gibt es auch – sei es über die Radwege, durch oder um das Naturschutzgebiet Étangs de Villepey oder auf die benachbarte Flussinsel. Aufpassen muss man nur, dass man nicht in die unzähligen Hundehaufen tritt, deren Geruch massiv durch die warme Luft wabern kann.

Arbeiten am Meer

Auch so lässt sich arbeiten – noch besser ginge es mit WLAN

Das Entertainment-Programm gab es zwischendurch auf der gegenüberliegenden Flussseite: Die monatliche Wasserrettungsübung der Feuerwehr stand an der dortigen Station auf dem Programm. Durchtrainierte Männer, die in Neoprenanzügen Liegestütze direkt an der Einsatzstelle der Boote machen, kann man sich mal angucken. Witzig waren auch die Versuche der Bootfahrer, zum Meer zu kommen. Wir konnten wetten, wie lange es dauert, bis sie zurückkommen. Das lenkte leider manchmal vom Schreiben ab. Lesen konnte ich hingegen prima am Wasser. Im Anschluss durch die vielen kleinen Klebezettelchen durchzusteigen, war schon schwieriger.
Allein dadurch, dass wir täglich zum Schwimmen an den Strand und abends zum Essen nach St. Aygulf gelaufen sind, standen am Ende des Tages ohne großartige Anstrengung stets zehn Kilometer auf dem Schrittzähler des Handys. Außerdem konnten wir den Betrieb auf dem Campingplatz auf der anderen Seite der Seen beobachten. Dort war es wesentlich voller, was insofern gut war, dass die uns bis dahin noch nicht bekannte „Fressmeile“ davor anfangs noch stark frequentiert wurde. Während der Woche schlossen zwei der drei Anbieter, sodass wir nach kurzer Zeit mit den beiden sympathischen Betreibern der „La Boulega“ bekannt wurden, was dazu führte, dass ich nach einigen Spitzen, dass es ja den berühmten Salat des Hauses nicht mehr gebe, mir an unserem letzten Abend (was wir da noch nicht wussten) genau dieser serviert wurde. Und er ist wirklich sehr zu empfehlen! Als es Freitagmorgen beim Baguette-Holen an der Rezeption hieß, morgen gebe es keins mehr, entschieden wir kurzerhand, den Platz doch schon vorzeitig zu wechseln. Gut, dass wir bei Bedarf innerhalb kurzer Zeit unser Geraffel verstaut haben. Schmunzeln mussten wir über die Tage dauernden Bemühungen unserer Nachbarn. Eine kleine Überraschung gab es beim Bezahlen, hieß es doch, die Übernachtung liege bei ca. zwölf Euro – es waren dann doppelt so viel. Mein Französisch war zwar definitiv schon einmal besser, aber wie dieses Missverständnis zustande gekommen ist, darüber rätsele ich noch immer. Leider kann ich den Preis von damals nicht mehr ermitteln, aber er wird maximal bei siebzehn Euro dank ACSI-Rabatt gelegen haben.

Brücke Etang de Villepey

Blick auf die Brücke vom Campingplatz in St.-Aygulf

Der andere Platz sollte noch bis zum letzten Samstag im Oktober geöffnet sein (seit dem ersten im April) und war für diese Jahreszeit immer noch gut mit Wohnmobilen und ähnlicher Weißware gefüllt. So richtig motiviert war die Dame an der Rezeption nicht, aber wir durften zumindest innerhalb eines großen zugewiesenen Bereichs frei wählen, der ohne Strom bei 15 Euro pro Tag lag. Uns zog es zu den Mücken am Teich mit dem Blick auf die Brücke. Auch von hier aus kamen wir auf unsere zehn Kilometer – nur der Weg zum Strand war länger, ebenso der zum Bäcker. Dafür gab es das Essen um die Ecke.
Freitagnacht war irgendwo Party – die Musik dröhnte bis weit nach Mitternacht und wir hatten eine (!) hartnäckige Mücke an Bord, die uns bis zu ihrem Exitus um halb sechs nerven sollte. Die Nacht war keine und die Überlegung keimte auf, sich vorzeitig langsam mit Zwischenstationen auf den Weg zu machen, aber die verlässliche Sonne war ein schlagkräftiges Argument zu bleiben. Am Folgetag hatte ich allerdings zwei Gegenargumente: Mein Akku vom Rechner war leer, und ich brauchte verlässliches Internet. Auf beiden Campingplätzen ist es grundsätzlich möglich, WLAN zu nutzen, das kostet allerdings – und zwar nicht wenig. Mein Inklusivvolumen ging langsam zur Neige und der Abgabetermin für meine Facharbeit drängte. Vermutlich zieht es ein bisschen mehr, wenn man das Handy als Modem nutzt. Aus diesen Gründen begaben wir uns Sonntag auf den Heimweg, mit dem Ziel, möglichst Dienstag anzukommen.

Auf dem Heimweg

Lac du Verdon

St.-Julien-du-Verdon

So schön die Route entlang des Sees und durch die Schlucht über Castellane ist: Sie zieht sich! Strecke machen ist nicht. Da wir nach Möglichkeit grundsätzlich vor Einbruch der Dunkelheit einen Übernachtungsplatz ansteuern, um noch in Ruhe die Umgebung unter die Lupe nehmen zu können, bedeutet das, ab etwa 18:00 Uhr auf die Suche gehen zu müssen. In Belley in der Nähe der Rhône war nach dem Ansteuern mehrerer ACSI-Plätze, die schlichtweg nicht vorhanden waren, Schluss. Neben einem Sport- und Spielplatz hatte die Gemeinde einen kostenfreien Stellplatz (nicht sexy aber theoretisch praktisch) mit öffentlicher Toilette und Ver- und Entsorgung gegen Jetons eingerichtet sowie Mülltonnen aufgestellt. Leider funktionierten die Einrichtungen nicht. Eigentlich hätten wir dringend Wasser benötigt, das wir im trockenen Süden einfach wegen der unübersehbaren Wasserknappheit nicht nachtanken wollten. Dank dem letzten Rest aus dem Tank gab es noch Spaghetti und gut schlafen konnten wir auch, da es sich um den äußersten Ortsrand handelte, wie wir am nächsten Morgen feststellten. Weiter ging es über neblige Landstraßen, gesäumt von Kühen, die aussahen, als ginge es ihnen so richtig gut, bevor wir dann auf der Hauptstrecke landeten, die über längere Zeit dunkel durch die Berge führte. Bis zum nächsten Stellplatz – nicht im ACSI, aber gut ausgeschildert und liebevoll nahe des Ain gegenüber einem Campingplatz angelegt, mit einfacher, aber effektiver Ver- und Entsorgung, war es noch eine lange Fahrt, später durch das wirklich schöne Jura über die Nebenstrecke. Kurz vor Chavannes-sur-Suran gab es zumindest einen Bäcker für das Frühstücksbaguette. Das hätten wir auch wenige Kilometer weiter eben dort bekommen, aber da war es zu spät. Der Platz hätte nichts gekostet, man bittet lediglich um eine Spende. Die haben wir, nachdem wir die Einrichtungen wahrgenommen und gemütlich mittags in der Sonne gefrühstückt haben, eingeworfen. Gut, dass sich dieses Mahl so nach hinten verschob, denn von dort aus ging es non stop durch bis nach Belgien.
Es war schon dunkel, eigentlich zu spät und wir hatten uns in den Kopf gesetzt, einen Campingplatz hinter einem Fernfahrer-Restaurant in der Nähe von Houffalize anzusteuern, auf dem wir vor fast zehn Jahren mal gewesen waren und der schon seit einigen Jahren nicht mehr im ACSI verzeichnet ist. Wir wussten, er ist von der Autobahn Richtung Liège aus zu sehen. Im Internet hatte ich zwei Plätze gefunden, deren Beschreibung ihm nahe kamen. Es waren andere, wie sich herausstellen sollte. Also wieder rauf auf die Autobahn und scannen. Die nächste Abfahrt wäre es gewesen – in Richtung Houffalize, aber von Vielsalm, bzw. Barraque de Fraîture aus. Den Campingplatz gibt es noch, allerdings wrackt er langsam ab und ist definitiv nicht Haupteinnahmequelle. Das ist das Fernfahrer-Restaurant Aux Massotais, in dem wir gut gegessen haben. Die Chefin des Abends, Daphne, gab uns netterweise dennoch den ACSI-Rabatt und auch die Brötchen für den nächsten Morgen aufs Haus, denn sonst hätten wir auch hier rund 20 Euro für nicht viel berappen sollen. Und wir wollten doch nur essen und schlafen – und keinen Autobahnparkplatz ansteuern.
Von dort aus ging es dennoch entspannt am nächsten Morgen nach Hause, nachdem wir noch nach dem angepriesenen Stellplatz, wieder nicht ausgeschildert, im Ski-Gebiet geschaut hatten, der uns nicht einmal gereizt hätte, wäre er vorhanden gewesen.
Der Stau in den Niederlanden hinter Maastricht war definitiv unnötig: Lieber Fahrer des verunfallten Kleintransporters, hoffentlich hattest du keinen Herzinfarkt. Das täte mir leid. Aber wenn die Ursache dafür, dass du dein Fahrzeug harmlos mit der Leitplanke neben dem Standstreifen vereinigt hast, tatsächlich die Beschäftigung mit deinem Smartphone war – und danach sah es aus – dann nehme ich es dir übel, dass wir dadurch eine halbe Stunde verloren haben. Lass doch bitte einfach während der Fahrt die Finger von dem Ding! Schön, dass dir und den anderen Verkehrsteilnehmern nicht mehr passiert ist.

Fazit hinsichtlich der Stellplätze:

ACSI sollte dringend an seinen Stellplatz-Tipps arbeiten: Drei der angesteuerten Plätze waren nicht vorhanden oder nicht als solche ausgewiesen (an Friedhöfen oder Parkplätze, die nicht für Übernachtungen geeignet waren). Die richtig Schönen stehen nicht drin und bleiben dadurch ein Geheimtipp. Manchmal wird man im Internet über die Suche nach „aire de camping cars“ fündig. Dafür muss man aber wissen, wo man sich befindet, bzw. die Karte einbeziehen und der Sprache halbwegs mächtig sein.

2 Gedanken zu „Mal kurz Meer sehen

  1. willenbring johanna

    Hallo Wibke, wie immer ein Lesevergnügen. Wie wäre es wenn Du aus deinen Reiseberichten kleine, aber feine Reiseführer für deine Mitmenschen herausgibst?
    Andere Menschen sollten auch Freude daran haben!
    Bis bald. Liebe Grüße Hanneke

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    1. Wibke Hess Beitragsautor

      Hallo Hanneke, vielen Dank für die Anregung, aber unsere Art unterwegs zu sein, gefällt sicherlich nicht jedem. Dann hätte ich für mich auch den Anspruch, noch mehr vom Drumherum zu beleuchten, und dafür sind wir schlichtweg nicht lange genug unterwegs. Hier kann jeder lesen, dem es gefällt und wer merkt, es interessiert ihn nicht, kann unbemerkt wegbleiben. Dennoch freue ich mich über jeden Leser und jeden Kommentar. Schließlich kann man über vieles einfach einmal nachdenken. Liebe Grüße und bis bald, Wibke

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