Archiv der Kategorie: Allgemein

Ein kleiner Meilenstein

Auch im Urlaub kann man sich einem Meilenstein nähern

Selbst im Urlaub wurde gelernt: geht auch!

Wir schreiben Anfang Juni 2018. Die Verfasserin dieses Artikels hat Anfang des Jahres ihr 40. Lebensjahr erreicht und sich nun einen lang gehegten Wunsch erfüllt und einen kleinen Meilenstein erreicht. In unserem Bildungssystem gilt man schließlich nicht als Mensch, wenn man nicht wenigstens sein Abitur erreicht hat. Alles andere, die ganze materiale Bildung, die man im Laufe seines Berufslebens erworben hat, ist dagegen so gut wie nichts wert. Eigentlich müsste man auch studiert haben, um so arbeiten zu können, wie die Schreiberin. Hat sie aber nicht. Weiterlesen

Angekommen in Neu-Donnerschwee

Neu-Donnerschwee Haus 17

Neu-Donnerschwee Haus 17 im September 2015

Nachdem ich schon hier in meinem privaten Blog gefragt wurde, wie es denn nun in Neu-Donnerschwee sei, poste ich nun ein Update. Das passt ohnehin gut; ein halbes Jahr ist um. Zu diesem Zeitpunkt können wir drei Bewohner einer Wohnung eines L-Blockes auf dem ehemaligen Kasernengelände in Oldenburg uneingeschränkt sagen: Wir fühlen uns wohl! Später dazu mehr. Weiterlesen

Mal kurz Meer sehen

Ab an die Côte d’Azur

Meer sehen

Am Meer mit Blick auf Fréjus und St. Raphael

Als Küstenkind habe ich seltsamerweise zwar häufig Sehnsucht nach Meer, aber eigentlich nie nach der Nordsee. Für mich darf das Wasser gerne nicht matschig-grau, sondern blau in allen Nuancen sein. Darauf kann ich dann so lange schauen, bis sich der sogenannte „blöde Blick“ einstellt, was übersetzt gleichbedeutend mit „Urlaubsfeeling“ ist. Im Frühjahr war nur wenig Zeit, in der wir uns erneut im Languedoc – natürlich mit Zwischenstation am Meer – herumgetrieben haben, sodass sich ein eigener Blogpost dafür nicht lohnte.  Seitdem haben wir sehnsüchtig auf das kleine Zeitfenster (maximal zehn Tage) im Oktober gewartet. Direkt nach einem Leistungsnachweis für meine Weiterbildung und mit der laut tickenden Deadline für die dazugehörige Facharbeit ging es los in den sonnigen Süden mit Ziel Côte d’Azur, ab ans Meer. Weiterlesen

Warten auf Neu-Donnerschwee

Umnutzung der Donnerschwee Kaserne in Oldenburg zu Wohnraum

„Raum für neue Geschichten“ bietet die ehemalige Donnerschwee Kaserne reichlich

Wohnen auf einem Kasernengelände mit 750 Wohneinheiten gemeinsam mit bis zu 2.000 weiteren Menschen in der vermutlich 2017 wieder drittgrößten Stadt Niedersachsens, nämlich Oldenburg, mag für manchen einen Albtraum darstellen. Jedenfalls deuten einige verständnislose Blicke vor allem der militanten Landbevölkerung, der ich auch mal angehört habe, darauf hin. Zum jetzigen Zeitpunkt freue ich mich hingegen auf den „Tapetenwechsel“ und kann es kaum erwarten, dass unsere Wohnung auf dem ehemaligen Kasernengelände in Neu-Donnerschwee fertiggestellt wird. Bis dahin genieße ich noch das Wohnen in einem freistehenden Einfamilienhaus mit Garten mit einer Fußentfernung von einer Viertelstunde zur Innenstadt oder dem Bahnhof in Oldenburg. Weiterlesen

Mercedesfahrerin mit Vollmeise

Mercedesfahrerin mit Vollmeise

Jeden Morgen pendeln wir 80 km zur Arbeit und jeden Abend die gleiche Strecke zurück. Dabei kann man viel erleben. Heute Morgen um 10:11 Uhr gab es die bisherige Krönung. Vor uns fuhr auf der B 72 kurz hinter Hesel mit knapp 70 Stundenkilometern ein schwarzer älterer Mercedes SLK mit Leeraner Kennzeichen. Straßenglätte als Grund für das Schleichen auf der Bundesstraße fiel definitiv aus. Sobald von vorne frei war, setzten wir zum Überholen an. Weiterlesen

Endlich wieder Portugal

Portugal – Atlantik zwischen Caminha und Ancôra

Portugal ist für uns ein Ziel, das wir auch in einem zehntägigen Urlaub ansteuern würden und für das wir auch schon Italien verlassen und dorthin gefahren sind. Glücklicherweise hatten wir im Herbst knapp drei Wochen Zeit. Da ich mich, um dorthin zu kommen, nicht in den Flieger ab Bremen setze, sondern für mich „der Weg das Ziel“ ist, gehört auch die mehrtägige Anreise dazu. Für wen diese nicht interessant ist, kommt hier der Link zum Direkteinstieg in Portugal.

Erste Zwischenstation: Bouillon

Burg Bouillon

Am ersten Tag ging es bis nach Bouillon im Süd-Osten Belgiens, keine zwanzig Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Dort gibt es direkt am Ufer der Semois, ein schön mäandrierendes Flüsschen, mit Blick auf die große Festungsanlage einen nett angelegten Stellplatz, von dem aus man zu Fuß in einer guten Viertelstunde im hübschen Ort ist. Die Burg Bouillon stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert zur imposanten dreiteiligen Festungsanlage ausgebaut. Auffällig ist die doppelte Zugbrücke. Vor dem Burgtor tummelten sich trotz der Nachsaison noch einige Besucher verschiedener Nationen. Weiterlesen

Lauferlebnisse, die niemand braucht

Laufen in der Dämmerung in Begleitung eines Blödmannes

Adrenalin bis in die Zehenspitzen

Ältere übergewichtige Männer, die in der Dämmerung mit einer leuchtend gelben Jacke bekleidet mit dem Fahrrad unterwegs sind, wirken per se erst einmal harmlos. Wenn einer von ihnen jedoch nach Erblicken einer mittelalten Läuferin irgend etwas vor sich hin murmelt, guckt, wo der Hase langläuft und dann kurzfristig schneller wird, um vor dieser in den einsamen Weg entlang der Kleingartenkolonie einzubiegen, ist das auf einmal sehr unangenehm. Tausend Gedanken auf einmal spielen sich auf einmal im Kopf der Läuferin ab. Lauf gerade aus, dann bist Du ihn los. Willst Du Dir wirklich den schönsten Teil der Strecke von so einem Blödmann vermiesen lassen? Größe und Statur gecheckt? Schaffst Du es, Gas zu geben? Ist wirklich noch Luft nach oben? Du weißt, Du kannst durch die Gärten verschwinden – irgendwie. Aber denk dran: Die Strecke ist unbeleuchtet, und vermutlich ist dort kein Mensch unterwegs! Weiterlesen

Ostern im Languedoc-Roussillon

In diesem Jahr hatte sich relativ schnell herauskristallisiert, dass für den gut zweiwöchigen Urlaub mit dem Kastenwagen Ende März nur wenige Regionen in Frage kommen. Selbst das Wetter bestätigte uns bei den Überlegungen. So ging es für uns mal wieder Richtung Frankreich, Grobrichtung: Languedoc-Roussillon im Südwesten, gerne mit französischer Mittelmeerküste. Diesmal hatten wir uns schlau gemacht: In Spanien waren Ferien und in der Semana Santa, der heiligen Woche vor Ostern, haben sowieso alle frei und sind unterwegs. Die Franzosen sollten erst Anfang April mit ihren Ferien folgen – gute Voraussetzungen also.

Anreise

Wachtendonk

Historischer Ortskern Wachtendonk

Erste Zwischenstation war erneut Wachtendonk, weil es einfach günstig gelegen ist, wenn man sich arbeitsbedingt erst mittags auf den Weg machen kann und nicht irgendwo an der Autobahn übernachten möchte. Der Unterschied war, dass wir etwas früher dran waren und an einem schönen Abend Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang durch das eigentlich ganz nette Festungsstädtchen mit dem historischen Ortskern hatten. So konnten wir einen Blick auf die Burgruine mit Selfie-Point an der Niers werfen und den Enten zuschauen. Überrascht hat uns lediglich, dass wir die einzigen waren, die den Stellplatz genutzt haben.

Weiter ging es am Folgetag über Maastricht, diesmal um Liège herum bis zum Campingplatz Bannes. Die Alternative wäre Langres mit seiner wunderbar erhaltenen Altstadt hinter einer Stadtmauer gewesen, wo einer der beiden Stellplätze liegen soll. Da wir schon einige Male durch den Ort gefahren sind, haben wir uns das für eine andere Gelegenheit aufgehoben.

Moules-Frites im Wagen

Moules-Frites im Wagen

Der Camping Hautoreille in Bannes (Département Haute-Marne) war für diese Jahreszeit jedenfalls gut frequentiert und obwohl wir etwas zu spät waren, konnte ich uns noch eine Portion „Moules-frites“ (Muscheln mit Pommes: klingt blöd, schmeckt aber gut) zu acht Uhr reservieren. Vorher gab es noch ein leckeres gekühltes Bier zum Sonnenuntergang, bevor der junge sympathische Platzwart mit seinem typischen schwarzen Muscheltopf zu uns an den Wagen kam und neugierig guckte, was man denn so auf 5,41 m alles bequem unterbringen kann. Weiterlesen

Eine Bootsfahrt, die ist lustig

Ein Zweier-Kajak von der Paddel- und Pedalstation in Strücklingen, Foto: Günther Lübbers

Ein Zweier-Kajak von der Paddel- und Pedalstation in Strücklingen, Foto: Günther Lübbers

Schon im letzten Jahr hatte ich zu Dirk gesagt: „Dieses Jahr möchte ich unbedingt mal wieder paddeln!“ Vor einigen Jahren hatten wir uns in Lübbenau im Spreewald an einem verlängerten Wochenende ein quietschgelbes Zweier-Kajak geliehen und damit die tolle, zu diesem Zeitpunkt gerade sehr grüne Umgebung des vielfältigen Biosphärenreservats vom Wasser aus erkundet. Begleitet wurden wir dabei von Wasservögeln, -ratten und Otternasen. Natürlich hat das im vergangenen Jahr nicht geklappt.

Paddeln in Strücklingen
Am Himmelfahrtswochenende war das Wetter einladend, sodass wir mit dem Kastenwagen nach Strücklingen ins Saterland gefahren sind. Im Winter waren wir mal zufällig dort gelandet und haben uns den Stellplatz hinter dem Strücklinger Hof direkt bei der Paddel- und Pedal-Station angeschaut. An diesem sonnigen Abend konnten wir dort gerade noch den letzten Platz in der Reihe hinter den Wohnmobilen ergattern. Am Samstagmorgen sahen wir beim Frühstück eine Familie vor der Kanu-Station stehen und haben uns spontan dazugesellt und gemeinsam auf den großen Meister gewartet. Flugs rückte der für die Familie ein großes Kanu und für uns ein rotes Old Town Zweier-Kajak raus. Der Familienvater hatte sich zu Hause schon eine schöne Tour überlegt, wurde dann aber trocken vom Chef auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: „Läuft nicht. Wir haben gerade noch Ebbe, gleich kommt die Flut. Sie fahren dann mal schön da lang, so lange, bis es Ihnen zu anstrengend wird, gegen die Strömung anzupaddeln. An dem Bootsanleger können Sie eine Pause machen, und dann kommen Sie irgendwann wieder zurück.“ Jawoll, wir haben mitgehört und auf die Karte geguckt und wissen, wo die Wasserratte langschwimmt. Gemeinsam haben wir die Boote an die Anlegestelle gebracht und noch ein paar Instruktionen bekommen wie man nicht ins Boot steigt. Dann ging es für die Familie auch schon los. Wir brauchten ein bisschen länger, weil wir ja eigentlich noch mit dem Frühstück beschäftigt waren. Wahrscheinlich haben wir uns zu viel Zeit gelassen, wie sich später herausstellen sollte.

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15 Jahre Ostfriesische Landschaft

Ein persönliches Resümee

Eine Weihnachtsfeier der Ostfriesischen Landschaft, damals noch als Angestellte der Kulturagentur

Eine Weihnachtsfeier der Ostfriesischen Landschaft, damals noch als Angestellte der Kulturagentur

15 Jahre Ostfriesische Landschaft. Wer hätte das gedacht? Ich wohl am allerwenigsten, als ich mich während meiner Elternzeit Anfang November 2000 dort in der Kulturagentur vorgestellt habe und offensichtlich auf Uda von der Nahmer, Dirk Lübben und Willem Kuppers einen guten Eindruck gemacht habe. Angefangen habe ich dann, nachdem ich die Unterbringung meines Sohnes dank Oma und Opa sichergestellt hatte, am 7. November 2000. Die ersten beiden Monate war ich über meinen damaligen Arbeitgeber, Zeitarbeit Astrid Janßen, dann direkt bei der Ostfriesischen Landschaft angestellt. Angedacht war eine kurze Aushilfstätigkeit. Einiges hat sich seitdem getan. Aus 19 Stunden wurden schnell 19,5, dann noch im Sommer 2001 25 Stunden, irgendwann 32, und seit etwa acht Jahren arbeite ich wieder Vollzeit. Nicht geändert hat sich hingegen die Tarifstufe, aber die teile ich ja mit vermutlich mehr als 50 % der Kolleginnen und Kollegen. Zwei der damaligen Leithammel der Kulturagentur sind schon nicht mehr da. Dirk Lübben leitet seit November 2008 das Landschaftsforum, und glücklicherweise konnte ich mit ihm gemeinsam „nach unten“ wechseln. Weiterlesen