Archiv für den Monat: Mai 2016

Ostern im Languedoc-Roussillon

In diesem Jahr hatte sich relativ schnell herauskristallisiert, dass für den gut zweiwöchigen Urlaub mit dem Kastenwagen Ende März nur wenige Regionen in Frage kommen. Selbst das Wetter bestätigte uns bei den Überlegungen. So ging es für uns mal wieder Richtung Frankreich, Grobrichtung: Languedoc-Roussillon im Südwesten, gerne mit französischer Mittelmeerküste. Diesmal hatten wir uns schlau gemacht: In Spanien waren Ferien und in der Semana Santa, der heiligen Woche vor Ostern, haben sowieso alle frei und sind unterwegs. Die Franzosen sollten erst Anfang April mit ihren Ferien folgen – gute Voraussetzungen also.

Anreise

Wachtendonk

Historischer Ortskern Wachtendonk

Erste Zwischenstation war erneut Wachtendonk, weil es einfach günstig gelegen ist, wenn man sich arbeitsbedingt erst mittags auf den Weg machen kann und nicht irgendwo an der Autobahn übernachten möchte. Der Unterschied war, dass wir etwas früher dran waren und an einem schönen Abend Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang durch das eigentlich ganz nette Festungsstädtchen mit dem historischen Ortskern hatten. So konnten wir einen Blick auf die Burgruine mit Selfie-Point an der Niers werfen und den Enten zuschauen. Überrascht hat uns lediglich, dass wir die einzigen waren, die den Stellplatz genutzt haben.

Weiter ging es am Folgetag über Maastricht, diesmal um Liège herum bis zum Campingplatz Bannes. Die Alternative wäre Langres mit seiner wunderbar erhaltenen Altstadt hinter einer Stadtmauer gewesen, wo einer der beiden Stellplätze liegen soll. Da wir schon einige Male durch den Ort gefahren sind, haben wir uns das für eine andere Gelegenheit aufgehoben.

Moules-Frites im Wagen

Moules-Frites im Wagen

Der Camping Hautoreille in Bannes (Département Haute-Marne) war für diese Jahreszeit jedenfalls gut frequentiert und obwohl wir etwas zu spät waren, konnte ich uns noch eine Portion „Moules-frites“ (Muscheln mit Pommes: klingt blöd, schmeckt aber gut) zu acht Uhr reservieren. Vorher gab es noch ein leckeres gekühltes Bier zum Sonnenuntergang, bevor der junge sympathische Platzwart mit seinem typischen schwarzen Muscheltopf zu uns an den Wagen kam und neugierig guckte, was man denn so auf 5,41 m alles bequem unterbringen kann. Weiterlesen

Eine Bootsfahrt, die ist lustig

Ein Zweier-Kajak von der Paddel- und Pedalstation in Strücklingen, Foto: Günther Lübbers

Ein Zweier-Kajak von der Paddel- und Pedalstation in Strücklingen, Foto: Günther Lübbers

Schon im letzten Jahr hatte ich zu Dirk gesagt: „Dieses Jahr möchte ich unbedingt mal wieder paddeln!“ Vor einigen Jahren hatten wir uns in Lübbenau im Spreewald an einem verlängerten Wochenende ein quietschgelbes Zweier-Kajak geliehen und damit die tolle, zu diesem Zeitpunkt gerade sehr grüne Umgebung des vielfältigen Biosphärenreservats vom Wasser aus erkundet. Begleitet wurden wir dabei von Wasservögeln, -ratten und Otternasen. Natürlich hat das im vergangenen Jahr nicht geklappt.

Paddeln in Strücklingen
Am Himmelfahrtswochenende war das Wetter einladend, sodass wir mit dem Kastenwagen nach Strücklingen ins Saterland gefahren sind. Im Winter waren wir mal zufällig dort gelandet und haben uns den Stellplatz hinter dem Strücklinger Hof direkt bei der Paddel- und Pedal-Station angeschaut. An diesem sonnigen Abend konnten wir dort gerade noch den letzten Platz in der Reihe hinter den Wohnmobilen ergattern. Am Samstagmorgen sahen wir beim Frühstück eine Familie vor der Kanu-Station stehen und haben uns spontan dazugesellt und gemeinsam auf den großen Meister gewartet. Flugs rückte der für die Familie ein großes Kanu und für uns ein rotes Old Town Zweier-Kajak raus. Der Familienvater hatte sich zu Hause schon eine schöne Tour überlegt, wurde dann aber trocken vom Chef auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: „Läuft nicht. Wir haben gerade noch Ebbe, gleich kommt die Flut. Sie fahren dann mal schön da lang, so lange, bis es Ihnen zu anstrengend wird, gegen die Strömung anzupaddeln. An dem Bootsanleger können Sie eine Pause machen, und dann kommen Sie irgendwann wieder zurück.“ Jawoll, wir haben mitgehört und auf die Karte geguckt und wissen, wo die Wasserratte langschwimmt. Gemeinsam haben wir die Boote an die Anlegestelle gebracht und noch ein paar Instruktionen bekommen wie man nicht ins Boot steigt. Dann ging es für die Familie auch schon los. Wir brauchten ein bisschen länger, weil wir ja eigentlich noch mit dem Frühstück beschäftigt waren. Wahrscheinlich haben wir uns zu viel Zeit gelassen, wie sich später herausstellen sollte.

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