weite Sicht auf einen See unter blauem Himmel, rechts und links Bäume

Lieber Osten als Süden

Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg im September

Dass wir in diesem Jahr alles an Urlaub aufgespart haben, was ging, hat sich durch Corona automatisch ergeben. Im Frühjahr haben wir unsere Fahrt ja aufgrund der Ausweitung der Pandemie gleich nach der ersten Übernachtung unterbrochen. Nach intensiver Beobachtung der Lage seit März war schon lange klar: Selbst wenn wir als begeisterte Europäer gerne in den Ländern der Union unterwegs sind, bleiben wir in diesem Jahr in Deutschland. Einig waren wir uns auch, dass uns die südlichsten Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg überhaupt nicht reizen, sondern eher die östlichen, vor allem jedoch Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Vielzahl an Möglichkeiten. Die Wahl unseres Ziels ist stets vom Wetter abhängig, aber wir hatten überwiegend großes Glück. Weiterlesen

Insel im blauen Meer unter Wolken, im Vordergrund grün und zwei Tothölzer rechts und links

Nordspanien und ein Abstecher nach Portugal

Einstieg über die Pfalz

Über Landau, da dort bei der Firma Caratec noch etwas am Wagen gemacht werden sollte, sind wir nach einer Station an der Südlichen Weinstraße direkt und unbemerkt über die Grenze nach Frankreich gefahren. Für uns liegt normalerweise ja immer mindestens ein Land dazwischen. Die Station in der Pfalz war auf einer Wiese vor viel Wein am Fuße eines touristischen Örtchens Rhodt. Als wir eine ausgedehnte Besichtigungstour machten, stießen wir als allererstes auf einen Bus aus Emden, der gerade eine Reisegruppe im Hotel abgesetzt hatte. Auch sonst waren bis zum Abend sehr viele Touristen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands, aber auch mit ausländischen Kennzeichen unterwegs. In Rhodt gibt es ein vielfältiges gastronomisches Angebot, allerdings stehen auf der Karte in unseren Augen nicht so wahnsinnig lecker anmutende Dinge wie Saumagen und ähnliche Eingeweide, die ich als Ostfriesin nicht zuordnen kann. Aber es gibt ja auch Pasta und angesichts der Temperaturen für mich eine Weißwein-Schorle. 

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Segelboot vom Sandstrand aus fotografiert, am rechten seitlichen Bildrand Gehölz

Ile d’Oléron und ein Abstecher in die Bretagne

Die Möglichkeit, tatsächlich einmal im Mai Urlaub zu machen, hat sich für uns bislang noch nicht ergeben und wird schnell vermutlich auch nicht wiederkommen. Schade. Diese Zeit im Jahr hat viele Vorteile: Die Natur ist bereits voll erwacht, mehr Stell- und Campingplätze sind verfügbar und man ist nicht allein unterwegs. Wobei: Letzteres kann natürlich gleichzeitig ein Nachteil sein.

Mitte Mai ging es los. Wie immer, war das Ziel unbekannt. Dirk schwebte etwas weit in der Ferne vor. Mir war es erst einmal egal. Hauptsache: weg. Das Wetter lockte mal wieder eher im Westen, und wir ließen uns ziellos treiben. Um es vorweg zu nehmen: Das Highlight dieser Fahrt war die Entdeckung der Île d’Oléron, wo wir tatsächlich mehrere Tage geblieben sind. Da für uns der Weg wichtiger ist als ein Ziel, zeichne ich hier auch die Anfahrt auf.

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Blick auf viele Offshore-Anlagen durchs Schilf

Reisen in Zeiten von Corona?

Eigentlich – das ist wohl zurzeit eines der häufig genutzten Wörter in Zeiten von Corona. Eigentlich wären wir jetzt gerne unterwegs und würden der Sonne hinterher reisen. Aber in den Ländern in Europa, in denen sie schon intensiver scheint, ist momentan so gut wie niemand draußen und genießt den lauen Wind und den strahlendblauen Himmel. Denn in Zeiten von Corona herrscht Ausgangssperre. Es sterben viel zu viele Menschen und diejenigen, die nicht direkt vom Virus betroffen sind, bleiben trotzdem zu Hause, um andere zu schützen.

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Persönliche Gedanken zum Weltfrauentag

Heute ist Weltfrauentag. Gefeiert wird dieser seit 1921 am 8. März. Und immer noch scheint er nötig zu sein, da es keine Gleichberechtigung gibt, trotz hundert Jahre Frauenwahlrecht, der MeToo-Debatte oder zahlreichen Lippenbekenntnissen. Im Gegenteil: Schauen wir in den Deutschen Bundestag, sehen wir, dass die Anzahl der weiblichen Delegierten abnimmt. Ist es da ein Zufall, dass gerade die AfD, aber auch CDU/CSU große Schwierigkeiten haben, Kandidatinnen zu finden, die sich engagieren wollen? Glücklicherweise sind andere Parteien da deutlich besser aufgestellt, was das Geschlechterverhältnis angeht. Weiterlesen

Ein kleiner Meilenstein

Auch im Urlaub kann man sich einem Meilenstein nähern

Selbst im Urlaub wird gelernt: geht auch!

Wir schreiben Anfang Juni 2018. Die Verfasserin dieses Artikels hat Anfang des Jahres ihr 40. Lebensjahr erreicht und sich nun einen lang gehegten Wunsch erfüllt und einen kleinen Meilenstein erreicht. In unserem Bildungssystem gilt man schließlich nicht als Mensch, wenn man nicht wenigstens sein Abitur erreicht hat. Alles andere, die ganze materiale Bildung, die man im Laufe seines Berufslebens erworben hat, ist dagegen so gut wie nichts wert. Eigentlich müsste man auch studiert haben, um so arbeiten zu können, wie die Schreiberin. Hat sie aber nicht. Sie hat erst jetzt, gut zwanzig Jahre später, ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben.  Weiterlesen

Angekommen in Neu-Donnerschwee

Neu-Donnerschwee Haus 17

Neu-Donnerschwee Haus 17 im September 2015

Nachdem ich schon hier in meinem privaten Blog gefragt wurde, wie es denn nun in Neu-Donnerschwee sei, poste ich nun ein Update. Das passt ohnehin gut; ein halbes Jahr ist um. Zu diesem Zeitpunkt können wir drei Bewohner einer Wohnung eines L-Blockes auf dem ehemaligen Kasernengelände in Oldenburg uneingeschränkt sagen: Wir fühlen uns wohl! Später dazu mehr. Weiterlesen

Mal kurz Meer sehen

Ab an die Côte d’Azur

Meer sehen

Am Meer mit Blick auf Fréjus und St. Raphael

Als Küstenkind habe ich seltsamerweise zwar häufig Sehnsucht nach Meer, aber eigentlich nie nach der Nordsee. Für mich darf das Wasser gerne nicht matschig-grau, sondern blau in allen Nuancen sein. Darauf kann ich dann so lange schauen, bis sich der sogenannte „blöde Blick“ einstellt, was übersetzt gleichbedeutend mit „Urlaubsfeeling“ ist. Im Frühjahr war nur wenig Zeit, in der wir uns erneut im Languedoc – natürlich mit Zwischenstation am Meer – herumgetrieben haben, sodass sich ein eigener Blogpost dafür nicht lohnte.  Seitdem haben wir sehnsüchtig auf das kleine Zeitfenster (maximal zehn Tage) im Oktober gewartet. Direkt nach einem Leistungsnachweis für meine Weiterbildung und mit der laut tickenden Deadline für die dazugehörige Facharbeit ging es los in den sonnigen Süden mit Ziel Côte d’Azur, ab ans Meer. Weiterlesen

Warten auf Neu-Donnerschwee

Umnutzung der Donnerschwee Kaserne in Oldenburg zu Wohnraum

„Raum für neue Geschichten“ bietet die ehemalige Donnerschwee Kaserne reichlich

Wohnen auf einem Kasernengelände mit 750 Wohneinheiten gemeinsam mit bis zu 2.000 weiteren Menschen in der vermutlich 2017 wieder drittgrößten Stadt Niedersachsens, nämlich Oldenburg, mag für manchen einen Albtraum darstellen. Jedenfalls deuten einige verständnislose Blicke vor allem der militanten Landbevölkerung, der ich auch mal angehört habe, darauf hin. Zum jetzigen Zeitpunkt freue ich mich hingegen auf den „Tapetenwechsel“ und kann es kaum erwarten, dass unsere Wohnung auf dem ehemaligen Kasernengelände in Neu-Donnerschwee fertiggestellt wird. Bis dahin genieße ich noch das Wohnen in einem freistehenden Einfamilienhaus mit Garten mit einer Fußentfernung von einer Viertelstunde zur Innenstadt oder dem Bahnhof in Oldenburg. Weiterlesen

Mercedesfahrerin mit Vollmeise

Mercedesfahrerin

Mercedesfahrerin mit Vollmeise

Jeden Morgen pendeln wir 80 km zur Arbeit und jeden Abend die gleiche Strecke zurück. Dabei kann man viel erleben. Heute Morgen um 10:11 Uhr gab es die bisherige Krönung. Vor uns fuhr auf der B 72 kurz hinter Hesel mit knapp 70 Stundenkilometern ein schwarzer älterer Mercedes SLK mit Leeraner Kennzeichen. Straßenglätte als Grund für das Schleichen auf der Bundesstraße fiel definitiv aus. Sobald von vorne frei war, setzten wir zum Überholen an. Weiterlesen